2026

Portfolio

Gregor Hauser

"gutes Design macht neue Ideen nutzbar"

GREGOR HAUSER

Hallo,

Ich bin Gregor, 21 Jahre alt, und studiere im 7. Semester Produktgestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. Seit vielen Jahren baue und tüftle ich in meiner eigenen Holzwerkstatt, dem Ort, an dem meine Ideen Form annehmen. Ob Möbelstücke, smarte Alltagshelfer oder Projekte mit komplexer Mikroelektronik: Die Entwicklung neuer Produkte treibt mich an. Besonders dann, wenn Gestaltung, Funktion, Technik und Wirtschaftlichkeit nahtlos ineinandergreifen.Dabei betrachte ich mich nicht als isolierten Spezialisten für nur eine dieser Disziplinen, und genau darin liegt meine Stärke: Durch mein breites Interesse und meine praktische Erfahrung behalte ich stets das Produkt als Ganzes im Blick. Das ermöglicht es mir, im Entwicklungsprozess alle Perspektiven einzubeziehen und Lösungen zu gestalten, die wirklich rundum durchdacht sind.

Theorie & Praxis

MEIN WEG VOM HANDWERK ZUM DESIGN

Praktikum Schreinerei 2022

Ein Praktikum während der Schulzeit sollte mir zeigen, ob das Handwerk meine berufliche Zukunft ist. Dabei wurde mir schnell klar: Die Arbeit mit dem Material liebe ich, aber mir fehlt die theoretische und gestalterische Entwicklung. Statt fertige Pläne nachzubauen, wollte ich die kreative Freiheit haben, eigene Möbelstücke zu konzipieren und technische Lösungen selbst auszuarbeiten. Diese Erkenntnis war der Startschuss für meinen Weg in die Gestaltung.

Praktikum Create Education 2025

Mein Praxissemester führte mich für sechs Monate zum Designbüro Create Education. Meine Aufgabe dort lag an der Schnittstelle zwischen reiner Visualisierung und der pädagogischen Wissensvermittlung: Ich habe Workshops geleitet, um Schülern die Grundlagen von CAD und Produktdesign praxisnah zu vermitteln. Diese Kombination aus technischer Designarbeit und dem direkten Unterrichten hat mir meine klare berufliche Richtung aufgezeigt.

Digital & Handwerk

MEINE TOOLS UND SKILLS IM ÜBERBLICK

3D CAD & Modellierung

Technische Präzision trifft auf gestalterische Freiheit. Mein Toolset je nach Anforderung:

SolidWorks:
Parametrisches CAD-Design für fertigungsgerechte Konstruktionen.
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‍Rhinoceros 3D: NURBS-Modeling für anspruchsvolle Class-A-Freiformflächen.
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‍Blender: Polygon-Modeling, fotorealistische Renderings und Animationen.

Grafik, Web & UI

Visuelle Kommunikation und digitale Präsenz aus einer Hand. Mein Toolset für 2D und Web:

Adobe CC & Affinity:
Professionelle Erstellung von Layouts, Vektorgrafiken und Bildbearbeitung für alle 2D-Anwendungen.

‍Webflow & HTML: Visuelle Web-Entwicklung und UI-Design inklusive der kompletten Umsetzung dieses Portfolios.

Prototyping & Fertigung

Von der digitalen Idee zum physischen Modell. Meine Werkzeuge und handwerklichen Fähigkeiten:

3D-Druck (FDM) & Bambu Studio:
Eigener Drucker und sicherer Umgang mit der Slicer-Software für schnelles, iteratives Prototyping.

Handwerk & Modellbau:
Eigene Holzwerkstatt mit fundierten Kenntnissen in der Holzverarbeitung sowie soliden Grundkenntnissen in Metallbearbeitung und Lackierung.

Creative Tech & Interaction

Verbindung von physischer Hardware und digitalen, interaktiven Erlebnissen. Mein Toolset für diese Schnittstelle:

Elektronik & Mikrocontroller:
Fundiertes elektrotechnisches Verständnis. Umsetzung komplexer Projekte mit ESP und Arduino.

Programmierung:
Routinierte Code-Entwicklung für Hardware-Anwendungen mit der Arduino IDE und Visual Studio.

Spline:
Interaktives 3D-Webdesign zur nahtlosen Integration und Live-Vorschau von 3D-Objekten im Web.

"das Revival der analogen Zeitmessung"

HOURBELL

Idee

Die Idee zur Hourbell entstand aus dem simplen Wunsch, einen Wecker zu entwerfen, der den Fokus wieder auf echten Schlaf und Erholung lenkt. Keine digitale Anzeige, die gnadenlos die Zeit herunterzählt, sondern visuelle Entschleunigung und eine beruhigende Atmosphäre. Die Antwort war für mich ein bewusster Schritt "back to the roots": die Neuinterpretation der Sanduhr. Der rieselnde Sand wirkt von Natur aus beruhigend und bietet nachts eine sanfte, nur grob visuelle Orientierung der vergangenen Schlafenszeit. Die wahre gestalterische und technische Herausforderung lag darin, eine Sanduhr zu entwickeln, die über viele Stunden läuft und sich gleichzeitig minutengenau einstellen lässt. Eine Patentrecherche ergab: Dieses Konzept gab es bisher nicht. So wurde aus der Vision ein echtes Produkt, die Hourbell.

Jahr: 2025
Fokus: Mechanik, Prototyp
Personen: Einzelarbeit
Dauer: 3 Monate

Konzept & Mechanik

DIE ROTIERENDE SANDUHR MIT KUGELZÄHLUNG
Sanduhr

Im Zentrum eines leuchtenden LED-Rings wird die Sanduhr als analoges Symbol der Zeit bewusst in Szene gesetzt. Ihre Bewegung folgt einer algorithmischen Logik: Während der Ruhephase rotiert die Uhr in berechneten Intervallen, sodass der Sand beständig um den Mittelpunkt schwankt, ohne je ganz zu versiegen. Erst mit dem Herannahen der Weckzeit ändert sich das Muster: In einer finalen, kontinuierlichen Phase läuft der Sand vollständig aus, ein visueller Countdown, der den Übergang vom Schlaf zum Erwachen sanft einleitet.

Kugeln

Als zusätzliches visuelles Element dient eine kreisförmige Laufbahn im äußeren Ring. Acht verborgene Kugeln fungieren hierbei als analoge Anzeige der Nacht: Nach jeder vollendeten Rotation der Sanduhr wird über einen speziellen Mechanismus eine weitere Kugel aus dem Reservoir in den Sichtbereich befördert. Dieser wachsende Perlenstrang visualisiert intuitiv die bereits verstrichene Ruhezeit. Nach Abschluss des Weckvorgangs sorgt eine Umkehr der Rotationsrichtung dafür, dass alle Kugeln durch die Schwerkraft zurück in ihr Depot geleitet werden und das System für den nächsten Einsatz bereitsteht.

Base

Das Fundament des Systems bildet ein Gehäuse aus edlem Nussholz, das die komplexe Elektronik elegant verbirgt. Herzstück der Basis ist die Antriebseinheit, bestehend aus einem präzisen Schrittmotor und Treiber, die für die mechanische Rotation verantwortlich sind. Während ein dezent integriertes Front-Display über Uhr- und Weckzeit informiert, bleibt die restliche Steuerung unsichtbar: Kapazitive Touch-Sensoren unter der Holzoberfläche ermöglichen eine intuitive Bedienung von Licht und Alarmfunktionen, ohne die organische Optik des Materials zu unterbrechen.

REDUKTION AUF DAS MINIMUM AN TECHNIK

Das Kugelsystem war die größte mechanische Herausforderung – und gleichzeitig das Herzstück der Hourbell. Um die Fehleranfälligkeit zu minimieren, war das Ziel klar: Die gesamte komplexe Choreografie der Kugeln sollte mit nur einem einzigen Motor angetrieben werden. Die Lösung lag in der präzisen Nutzung von Schwerkraft und Krafteinwirkung an unterschiedlichen Stellen des Rings.

1. Das zwei Bahnen System

Durch unzählige 3D-Druck-Iterationen entstand ein System aus zwei parallelen Spuren. Vorne liegt die offene, sichtbare Bahn, in der sich die Kugeln frei am tiefsten Punkt sammeln. Direkt dahinter verbirgt sich ein räumlich begrenztes Reservoir, in dem die restlichen Kugeln gelagert werden.

3. Der automatische Reset durch Weichen

Am Morgen dreht der Motor die Sanduhr einmal in die entgegengesetzte Richtung. Eine mechanische Weiche in der Außenbahn greift nun und hält die Kugeln fest, wodurch die gesamte Reihe durch die Rotation nach oben gehoben wird. Oben angekommen, leitet eine zweite Weiche in der Innenbahn alle Kugeln auf einmal zurück in das versteckte Reservoir. Das System ist nahtlos für den nächsten Einsatz zurückgesetzt.

2. Der Mechanische Auswurf

Bei jeder vollendeten Umdrehung passieren die Kugeln im Reservoir einen festen Auswurfpunkt in der Basis. Dieser Mechanismus drückt exakt eine Kugel von der verborgenen in die vordere, sichtbare Bahn. Nach 8 Stunden sind so präzise 8 Kugeln in das Sichtfeld gewandert.

Prototyp & Modell

VON DER VISION ZUR UMSETZUNG

Hardware und Konstruktion

Das Herzstück des Prototyps bildet eine klassische 1-Stunden-Sanduhr, die von einem passgenauen 3D-Druck für Ring und Basis eingefasst wird. Angetrieben wird die Mechanik von einem hochpräzisen 0,9-Grad-Schrittmotor samt modernstem Treiber, was eine exakte und flüsterleise Rotation garantiert. Die intelligente Steuerung übernimmt ein in der Basis verbauter ESP-Mikrocontroller, der bequem per App angesprochen wird.
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Ein besonderes technisches Highlight ist die Stromversorgung des LED-Rings, der die Sanduhr im Zentrum stimmungsvoll ausleuchtet. Da zu einem rotierenden Bauteil keine Kabel geführt werden können, dienen die zwei markanten Messingringe an der Außenseite nicht nur der Ästhetik, sondern fungieren als Stromschienen (Plus- und Minuspol). Verborgene, gefederte Pogo-Pins in der Basis übertragen den Strom während der gesamten Drehung nahtlos auf den Ring.
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Abgerundet wird das System durch ein dezentes digitales Frontdisplay sowie zwei unsichtbare, selbstgebaute Touch-Sensoren, die direkt unter der Holzoberfläche verborgen sind und eine nahtlose Bedienung ermöglichen.


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Color & Trim

DIE WEIßE EDITION

Prozess & Potenzial

HERAUSFORDERUNGEN - LEARNINGS - NÄCHSTE SCHRITTE

Die HerausforderungDie anfänglich völlig freie Aufgabe, ein reines Leuchtobjekt zu entwerfen, mündete nach ersten Recherchen in der Vision einer kinetischen Licht-Sanduhr. Die wohl intensivste Hürde entstand jedoch erst in der Testphase: Da sich die ursprüngliche Idee einer Sand-Förderspirale in der Praxis nicht bewährte, musste das gesamte Konzept nur einen Monat vor Abgabe komplett verworfen und unter hohem Zeitdruck radikal neu entwickelt werden.Das Learning & ResultatGerade dieser späte Pivot machte das Projekt extrem wertvoll und lehrreich. Die detailgetreue Ausarbeitung der neuen, hochkomplexen Mechanik und der anschließende Modellbau waren die absoluten Highlights des Prozesses. Das Resultat ist ein visuell wie physisch extrem robustes Design, das alle mechanischen Kernfunktionen erfolgreich in einen voll funktionsfähigen Prototypen übersetzt.Nächste Schritte zur MarktreifeWährend die äußere Formgebung und Widerstandsfähigkeit bereits sehr ausgereift sind, läge der Fokus einer Serienfertigung nun im akustischen und mechanischen Detail. Die kinetischen Kugeln müssten materialtechnisch so optimiert werden, dass sie beim Aufeinandertreffen leiser sind und ein seltenes, aber noch mögliches Verkanten im System zu 100 % ausgeschlossen wird.

Jahr: 2025
Fokus: Mechanik, Prototyp
Personen: Einzelarbeit
Dauer: 3 Monate
LICHT AN / AUS

"die elegante Tischleuchte"

VOLOVU

Idee

Eine Tischleuchte, die ein Adjektiv verkörpert, das war die zentrale Herausforderung. Kein reines Stilmittel, sondern eine Form, die eine klare Bedeutung trägt. Ich wählte „elegant“. Aus der Analyse dieses Begriffs wurde ein Entwurf, aus einer flüchtigen Idee eine Leuchte, die nicht nur physischen Raum einnimmt, sondern ihn aktiv gestaltet. Durch ihre ruhige Haltung, ausgewählte Materialität und feine Proportion strahlt sie genau das aus: eine zeitlose Eleganz, die sowohl im Objekt selbst als auch in der Qualität ihres Lichts auf den ersten Blick greifbar wird.

Jahr: 2024
Fokus: Ästhetik, Fotografie
Personen: Einzelarbeit
Dauer: 3 Monate
vornehm
fein
raffiniert
kultiviert
schick

ELEGANT

ästhetisch
luxuriös
anmutig
gehoben
mondän
exquisit

Formfindung & Ästhetik

DIE AUßEINANDERSETZUNG MIT DEM WORT ELEGANT

Vom Adjektiv zur Form

Die Suche nach einer passenden Form erwies sich als anspruchsvoller als erwartet. Viele meiner ersten Skizzen wirkten nicht so elegant, wie ich es mir vorgestellt hatte. Besonders herausfordernd war die Auseinandersetzung mit der Frage, was Eleganz im Design eigentlich bedeutet, eine Qualität, die subjektiv unterschiedlich wahrgenommen wird. Durch Experimente mit Papier und Falttechniken näherte ich mich schließlich Schritt für Schritt der finalen Form an

Mechanik & Prototyp

DIE HERAUSFORDERUNGEN DER MECHANIK

Verstellmechanik

Die Herausforderung bestand darin, eine Verstellmechanik zu entwerfen, die der reduzierten Ästhetik der Leuchte nicht im Weg steht. Die Lösung ist eine unsichtbare Achskonstruktion aus passgenau gefrästen Holzstücken. Um die Haptik zu perfektionieren, erlauben versteckte Schrauben eine feine, individuelle Justierung des Neigungswiderstands. Gleichzeitig löst sich der Entwurf von starren Verbindungen:
Durch einen in der Achse verborgenen DC-Stecker lässt sich der gesamte Lampenschirm mühelos vom Fuß trennen. Stromfluss und Mechanik verschmelzen so zu einem einzigen, unsichtbaren Detail.

VON DER VISION ZUR UMSETZUNG
Standfuß

Für den Standfuß fiel die Wahl auf warmes Kirschholz, um die elegante Anmutung der Leuchte zu unterstreichen. Schirm und Fuß sind so präzise aufeinander abgestimmt, dass sie sich nahtlos zusammenstecken lassen, eine Verbindung, die intuitive Handhabung mit puristischer Formgebung vereint.

Leuchtelement

Als Lichtquelle dient ein kompakter COB-LED-Ring. Exakt im Zentrum des Lampenschirms positioniert, sorgt er für eine absolut homogene, weiche Ausleuchtung und inszeniert die Form der Leuchte von innen heraus.

Licht & Raum

MATERIAL UND DETAIL
DIE LEUCHTE IN SZENE

Prozess & Potenzial

HERAUSFORDERUNGEN - LEARNINGS - NÄCHSTE SCHRITTE

Die HerausforderungDie anfänglich simpel wirkende Aufgabe, eine elegante Leuchte zu entwerfen, offenbarte schnell ihre Komplexität. Der Prozess hat sehr deutlich gezeigt, wie unterschiedlich spezifische Formensprachen auf verschiedene Menschen wirken, ein starker Beweis dafür, dass Design und Ästhetik niemals nur Schwarz oder Weiß sind.Das Learning & ResultatAuch wenn man in die reinen Design-Iterationen immer noch mehr Zeit hätte investieren können, ist das finale Konzept absolut stimmig. Ein besonderer Meilenstein dieses Projekts ist der physische Modellbau: Der Prototyp hat ein so hohes Level erreicht, dass er haptisch wie optisch bereits wie ein verkaufsfertiges Serienprodukt wirkt.Nächste Schritte zur MarktreifeWährend die Volovu-Leuchte visuell praktisch vollendet ist, würde der Fokus einer echten Markteinführung nun unter der Oberfläche liegen: Die nächste Entwicklungsstufe erfordert die Optimierung von Convenience-Aspekten, einer noch intuitiveren Usability und vor allem einer durchdachten Reparierbarkeit.

Jahr: 2024
Fokus: Ästhetik, Fotografie
Personen: Einzelarbeit
Dauer: 3 Monate

"der modulare Grundschulrucksack"

BAGWISE

Idee

Die Idee zu Bagwise entstand aus der Beobachtung des realen Schulalltags: Kinder wachsen rasant und weisen gerade in der Grundschulzeit extreme Größenunterschiede auf. Herkömmliche Rucksäcke bieten zwar Verstellmechanismen, stoßen hierbei jedoch schnell an ihre Grenzen. Hinzu kommt ein starrer Formfaktor: Ein klassischer Schulranzen ist jeden Tag gleich groß, obwohl der tatsächliche Platzbedarf je nach Stundenplan oder Schulkonzept extrem schwankt. Aus dieser Diskrepanz heraus entstand Bagwise. Ein modular konzipierter Grundschulrucksack, dessen Volumen, Funktionen und Tragesystem sich flexibel anpassen lassen. Statt bei veränderten Anforderungen den gesamten Rucksack auszutauschen, können einzelne Komponenten gezielt ergänzt, gewechselt und nachhaltig weiterverwendet werden.

Jahr: 2026
Fokus: Werbevideo, Prototyp
Personen: Zoe, Gregor
Dauer: 3 Monate

Analyse & Konzeption

VON DER RECHERCHE ZUM ENTWURF

Konzeption

Der Prozess begann mit einer umfassenden Marktanalyse, um funktionale Lücken zu identifizieren. Neben der systematischen Untersuchung bestehender Schulranzen auf ihre Schwachstellen lag der Fokus auf den echten, täglichen Bedürfnissen der Schulkinder.

Analyse

Im zweiten Schritt rückte die technische Umsetzung in den Fokus. Wir definierten das Produktsystem, analysierten Materialien und testeten vielfältige Befestigungsmechanismen. Jeder Entwicklungsschritt ordnete sich dabei konsequent der individuellen Ergonomie und den motorischen Fähigkeiten der Kinder unter.

VON DER ERSTEN IDEE ZUR GREIFBAREN FORM
DAS FUNDAMENT - DAS SYSTEM DAHINTER

Begreifen statt nur Überlegen

Bevor die eigentliche Formgebung begann, stand die Systemarchitektur im Fokus. Das Ziel: Maximale Flexibilität durch ein Minimum an vordefinierten Größen, kombiniert mit einer klaren, logischen Positionierung am Hauptrucksack. Ausgehend von einem abstrakten Grundvolumen (X) entstanden proportionale Ableitungen. Ein Modul ist beispielsweise exakt doppelt so breit, dreimal so hoch oder halb so tief wie die Basis.

Um diese Proportionen nicht nur theoretisch am Bildschirm zu bewerten, wurden alle Rastergrößen als funktionale Platzhalter 3D-gedruckt. Dieses physische Testen der Volumina war entscheidend, um das Zusammenspiel der Elemente in der Realität zu begreifen. Aus diesen haptischen Tests und Diskussionen ging schließlich ein modulares System hervor, das die ideale Balance zwischen reduzierter Komplexität und maximalem Individualismus trifft.

Form & Farbe

VOM CAD-MODELL ZUM RENDERING

Konzept & Mechanik

DIE ROTIERENDE SANDUHR MIT KUGELZÄHLUNG
Ergonomie & Wachstum

Das Herzstück von Bagwise ist ein maßgeschneidertes Rückensystem, das exakt zur Anatomie des Kindes passt. Die Rückenpolster lassen sich durch ein smartes Klettsystem auf der Rückseite präzise in der Höhe verstellen, um die natürliche Krümmung der Wirbelsäule perfekt abzubilden. Da die Trägersysteme universell alle Module aufnehmen, ermöglicht ein geplanter Tausch-Service absolute Langlebigkeit: Wächst das Kind, wird nur das Trägerskelett gegen ein größeres getauscht – der Rucksack bleibt.

Magnetisches Docking

Die Befestigung der einzelnen Module ist motorisch so simpel, dass sie für Kinder blind funktioniert. Starke Magnete fangen die Module ein und führen sie automatisch an die exakt richtige Position. Dort rasten sie sicher in robuste Kunststoff-Verbindungen (L-Nuten) ein, die ein seitliches Abscheren verhindern. Das Basis-Modul wird zusätzlich durch eine Halterung am Boden stabilisiert. Abgenommen werden die Taschen durch einen leichten, geführten Zug am Griff nach vorne.

Modulare Flexibilität

Die Leitidee des Systems: Niemals mehr Gewicht tragen, als der Stundenplan erfordert. Die Module lassen sich radikal auf den täglichen Bedarf reduzieren. Da jede Einheit mit einem eigenen Tragegriff ausgestattet ist, funktionieren sie auch völlig autark. Ein Modul kann separat zum Sportunterricht mitgenommen oder in Freistunden einfach im Schließfach verstaut werden. Das System passt sich den wechselnden Anforderungen des Schulalltags kompromisslos an.

COLOR AND TRIM VARIANTEN

Konzept & Mechanik

MEHR ALS NUR EIN RUCKSACK

Prozess & Potenzial

HERAUSFORDERUNGEN - LEARNINGS - NÄCHSTE SCHRITTE

Die HerausforderungDer Ursprung von Bagwise lag in einem geteilten Beobachtungswert: Jeder von uns kannte Schulkinder, die für handelsübliche Schulranzen schlichtweg zu klein oder zu groß waren. Die Herausforderung bestand darin, diese Lücke durch ein anpassungsfähiges Design zu schließen. Durch unsere unterschiedlichen fachlichen Backgrounds entstand dabei eine enorme Synergie, die dieses Vorhaben zu meinem bisher lehrreichsten und produktivsten Teamprojekt im gesamten Studium machte.Das Learning & ResultatObwohl sich das konzeptionelle Gesamtgerüst noch in einer frühen Phase befindet, hat das physische Endmodell ein extrem hohes Niveau erreicht. Besonders die für uns völlig neuen textilen Näharbeiten haben erstaunlich gut funktioniert und dem Prototypen eine hochwertige Haptik verliehen. Das kreative Highlight des Projekts war jedoch die Konzeption und Umsetzung unseres Werbevideos, ein starker erster Aufschlag in der visuellen Kommunikation, aus dem ich wertvolle Learnings für zukünftige, noch qualitativere Produktionen mitnehme.Nächste Schritte zur MarktreifeDa das aktuelle Stadium eher als solides Proof-of-Concept zu verstehen ist, ist der Weg zur Marktreife klar definiert: An Ideen für die Weiterentwicklung mangelt es nicht. Der nächste logische Schritt wäre nun eine intensive Phase aus User-Testing und konkreten Zielgruppenbefragungen, um die Ergonomie iterativ zu validieren und das Konzept bis zu einem finalen Serienprodukt auszuarbeiten.

Jahr: 2026
Fokus: Werbevideo, Prototyp
Personen: Zoe, Gregor
Dauer: 3 Monate

"mit Gegenschall gegen Verkehrslärm"

QUIETSLEEP

Idee

Die Idee zu Quietsleep basiert auf einem gravierenden, alltäglichen Problem: Rund 20 Prozent der Menschen in Deutschland sind nachts einem Straßenlärm von über 50 Dezibel ausgesetzt. Dieser Wert überschreitet die Empfehlungen der WHO deutlich, mindert die Schlafqualität und erhöht das Stress- sowie Herzinfarktrisiko messbar. Herkömmliche Lösungsansätze wie unbequeme Ohrstöpsel oder teure bauliche Schallisolierungen sind in der Praxis oft störend oder schlichtweg unpraktikabel. Aus dieser Lücke heraus entstand Quietsleep. Das Konzept nutzt Active-Noise-Cancelling-Technologie (ANC), ähnlich wie sie zur Geräuschreduktion in High-End-Automobilen eingesetzt wird. Anstatt die Technologie jedoch direkt am Körper zu tragen, agiert Quietsleep als offenes Lautsprechersystem am Bett, das den Straßenlärm berührungslos auslöscht.

Jahr: 2024
Fokus: Recherche, Technik
Personen: Gregor
Dauer: 3 Monate

Active Noise Cancelling

Mikrofone erfassen die eintreffenden Schallwellen der Umgebung. Ein integrierter Prozessor analysiert diese Signale in Echtzeit und lässt den Lautsprecher eine exakt phasenverschobene Gegenschallwelle erzeugen. Treffen beide Wellen aufeinander, kommt es zur destruktiven Interferenz, sie heben sich gegenseitig auf und der Störschall am Ohr wird drastisch reduziert.

Fundament & Valedierung

PATENTRECHERCHE UND FUNKTIONSNACHWEIS
Wissenschaftlicher Proof of Concept

Die Helmut-Schmidt-Universität erbrachte in einer Studie den exakten physikalischen Nachweis für dieses Vorhaben. In einem Versuchsaufbau mit ANC-Lautsprechern im Kopfteil des Bettes und vorgelagerten Mikrofonen. Es wurde urbaner Straßenlärm simuliert. Das Resultat stützt die Vision von Quietsleep: Im unmittelbaren Kopfbereich konnte eine Pegelreduktion von 20 dB gemessen werden, was einer gefühlten Lautstärkereduzierung von rund 75 Prozent entspricht.

Identifikation der Marktlücke

Eine begleitende Patentrecherche bestätigte die Einzigartigkeit des Ansatzes. Zwar existieren vereinzelt ähnliche technische Konzepte, wie etwa das US-Patent 5,844,996, das ebenfalls Lautsprecher in Kissen oder Kopfteilen skizziert – jedoch liegt der Fokus hierbei primär auf der Reduzierung von Schnarchgeräuschen. Eine gezielte, funktionale Lösung zur aktiven Auslöschung von externem Straßenlärm war nicht vorhanden. Die Nische war somit validiert.

Fundament & Valedierung

PATENTRECHERCHE UND FUNKTIONSNACHWEIS

Color & Trim

DIE WEIßE EDITION

Akkustische Validierung

Um die physikalischen Grundlagen des Konzeptes zu testen, wurde zunächst ein robuster Prototyp mit definiertem Luftvolumen konstruiert. Die initiale Funktionsüberprüfung erfolgte über eine kompakte Verstärkerplatine, um das Verhalten des Systems bei der Ausgabe und Messung unterschiedlicher Frequenzbereiche präzise zu analysieren. In der darauffolgenden Testphase wurde das Setup um einen dedizierten Audioprozessor und ein Mikrofon-Array erweitert, um die theoretischen Parameter der Schallunterdrückung physisch zu validieren.

Color & Trim

DIE WEIßE EDITION

Akustik und Ästhetik

Das Design des Quietsleep fügt sich durch seine dezente, organische Formensprache nahtlos in jedes Schlafzimmer ein. Die zylindrische Gestaltung ist dabei keine rein visuelle Entscheidung, sondern eine akustische Notwendigkeit: Sie minimiert interne Schallreflexionen im Gehäuse und maximiert so die Präzision der aktiven Schallauslöschung.

Funktion und Usability

Gleichzeitig erlaubt der runde Korpus eine stufenlose Drehung, um den Lautsprecher exakt auf das Ohr des Nutzers auszurichten. Eine markante, formintegrierte Auswölbung an der Membran macht die Abstrahlrichtung des Gegenschalls dabei sofort intuitiv ablesbar. Abgerundet wird das Konzept durch ein dezentes, nach unten gerichtetes Nachtlicht, das den Standfuß sanft illuminiert und eine zusätzliche Nachttischlampe überflüssig macht.

End Frame

Color & Trim

DIE WEIßE EDITION

Prozess & Potenzial

HERAUSFORDERUNGEN - LEARNINGS - NÄCHSTE SCHRITTE

Die HerausforderungDer Ursprung von Quietsleep war ein reales, alltägliches Problem: extremer nächtlicher Straßenlärm durch eine benachbarte Tankstelle, gegen den herkömmliche Ohrenstöpsel machtlos waren. Daraus entstand die Vision des ersten Active-Noise-Cancelling-Lautsprechers speziell für das Bett. Da Patentrecherchen in diesem Anwendungsbereich eine Lücke aufzeigten, lag der absolute Fokus des Projekts auf intensiver Recherche und Validierung. Das physische Produktdesign entstand erst sehr spät im Prozess und ordnete sich einer streng technisch-funktionalen Ästhetik unter.Das Learning & ResultatFür den finalen Prototypen wurden viel Zeit und Ressourcen in hochwertige Soundkomponenten investiert. Das wertvollste Learning lag jedoch in der Software-Realität: Da die Entwicklung marktreifer ANC-Algorithmen normalerweise Millionenbudgets erfordert, konnte das Modell erwartungsgemäß nur einzelne Frequenzen isolieren. Dennoch war der Versuch ein voller Erfolg: Das Projekt lieferte den klaren Proof of Concept und bewies, dass die Vision eines ANC-Bettlautsprechers technisch absolut umsetzbar ist.Nächste Schritte zur MarktreifeMit entsprechendem Entwicklungsbudget für die Software-Architektur ließe sich das Konzept zu einem marktfähigen Produkt skalieren. Die größte Herausforderung bleibt dabei eine rein physikalische: der Abstand zwischen Lautsprecher und Ohr. Da sich hohe Frequenzen aufgrund ihrer Wellenlänge auf Distanz zunehmend schwerer filtern lassen, müsste die zukünftige Forschung genau an der Überbrückung dieser akustischen Raumdistanz ansetzen.

Jahr: 2024
Fokus: Recherche, Technik
Personen: Gregor
Dauer: 3 Monate

"mit Gegenschall gegen Verkehrslärm"

QUIETSLEEP

Idee

Die Idee zu Bagwise entstand aus der Beobachtung des realen Schulalltags: Kinder wachsen rasant und weisen gerade in der Grundschulzeit extreme Größenunterschiede auf. Herkömmliche Rucksäcke bieten zwar Verstellmechanismen, stoßen hierbei jedoch schnell an ihre Grenzen. Hinzu kommt ein starrer Formfaktor: Ein klassischer Schulranzen ist jeden Tag gleich groß, obwohl der tatsächliche Platzbedarf je nach Stundenplan oder Schulkonzept extrem schwankt. Aus dieser Diskrepanz heraus entstand Bagwise. Ein modular konzipierter Grundschulrucksack, dessen Volumen, Funktionen und Tragesystem sich flexibel anpassen lassen. Statt bei veränderten Anforderungen den gesamten Rucksack auszutauschen, können einzelne Komponenten gezielt ergänzt, gewechselt und nachhaltig weiterverwendet werden.

Jahr: 2025
Fokus: Recherche, Technik
Personen: Zoe, Gregor
Dauer: 3 Monate